25.08.2026

G DATA XDR: Die wichtigsten Fragen aus der Praxis

G DATA XDR: Die wichtigsten Fragen aus der Praxis Ratgeber

Für welche Unternehmen lohnt sich XDR?

Kurz gesagt: für die meisten. Der Schutzbedarf ist in den vergangenen Jahren und branchenübergreifend gestiegen – und mit ihm die Anforderungen an eine wirksame Verteidigung. G DATA XDR erweitert den klassischen Endpunktschutz um zusätzliche Sensorik und verknüpft die Informationen aller Endpunkte im Unternehmen miteinander. Statt jedes Gerät isoliert zu betrachten, entsteht ein Gesamtbild aller Aktivitäten im Netzwerk und damit ein deutlich höheres Schutzniveau.

Besonders relevant wird das Thema für Unternehmen, die regulatorische Vorgaben erfüllen müssen und beispielsweise von NIS-2 betroffen sind – als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung oder im Bereich Kritischer Infrastrukturen. Die Richtlinie fordert einen Schutz nach dem "Stand der Technik" und nennt Lösungen wie etwa XDR ausdrücklich als eine Möglichkeit, die Vorgaben im Bereich Monitoring umzusetzen.

Aber auch unabhängig von regulatorischen Pflichten gilt: Ein Sicherheitsvorfall wird schnell teuer. Wer heute in ein höheres Schutzniveau investiert, spart sich morgen möglicherweise erhebliche Kosten für Incident Response und Wiederaufbau der Infrastruktur.

Was unterscheidet XDR von EDR?

Um den Unterschied zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die gesamte Bandbreite an Schutztechnologien:

  • Antiviren-Lösungen erkennen Bedrohungen auf Basis von Signaturen und bestimmten Verhaltensmustern. Der Fokus liegt dabei auf dem einzelnen Endpunkt.
  • Endpoint Detection and Response (EDR) behält den Endpunkt weiterhin im Blick, erweitert den Schutz aber um Erkennungs- und Reaktionsfähigkeiten. Auch Aktivitäten, die nicht eindeutig schädlich, aber verdächtig sind wie etwa Admin-Werkzeuge wie PsExec, die auch von Angreifern missbraucht werden, um sich im Netzwerk umzuschauen und ihre Berechtigungen zu erweitern, geraten so ins Visier. Solche so genannten Living-off-the-Land-Angriffe werden erst mit EDR-Lösungen sichtbar.
  • Extended Detection and Response (XDR) geht einen entscheidenden Schritt weiter und verschiebt den Blick vom einzelnen Gerät auf das gesamte Unternehmensnetzwerk. Mit einer modernen Webkonsole lässt sich XDR ohne eigenen Management-Server zentral verwalten. Mehr Sensorik, mehr Datenpunkte und mehr Korrelation bedeuten: Wird dasselbe Verhalten plötzlich auf mehreren Geräten erkannt, lässt sich das im Zusammenhang bewerten. Handelt es sich um ein bekanntes, regelmäßig genutztes und legitimes Programm oder um ein neues, potenziell gefährliches Tool?

Anwender erhalten bei EDR und XDR mehr Kontext, treffsicherere Bewertungen und dadurch weniger Fehlalarme bei gleichzeitig höherer Erkennungsrate.

Für wen ist der TAM-Service (Technical Account Management) konzipiert – Kunde oder Partner?

Für beide – allerdings mit leicht unterschiedlichem Zuschnitt. MSP-Partner erhalten mit dem integrierten MSP-Service bereits beim Einstieg Unterstützung von der Einführung in das Portal bis zum Onboarding ihrer eigenen Kunden. Wer darüber hinaus dauerhafte, persönliche Unterstützung wünscht, kann zusätzlich den MSP-TAM-Service dazubuchen. Etwa für Fragen zu Skripten oder für Fernwartung im Störungsfall.

Endkunden können den TAM-Service optional hinzubuchen und erhalten damit ebenfalls durchgehende Unterstützung durch unser Technical-Account-Management-Team.

Der gemeinsame Nenner: Unternehmen entscheiden eigenständig, wie viel persönliche Begleitung sie brauchen – vom Standardbetrieb bis zur engen 24/7-Betreuung.

Wie migriert man von Endpoint Protection zu XDR?

Wie umfangreich die Migration ausfällt, hängt unter anderem davon ab, ob Unternehmen als Partner oder Endkunde migrieren und wie groß die IT-Umgebung ist. Unter anderem kommt es darauf an, ob es sich um wenige Einzelgeräte oder eine mehrstellige Anzahl an Clients handelt, die bereits an eine Softwareverteilung angebunden sind.

Damit der Wechsel reibungslos verläuft, setzt der TAM-Service passende Skripte zur Deinstallation der bestehenden Lösung und zur Installation von G DATA XDR ein. Zusätzlich steht auch ein Migrationsassistent zur Verfügung: Systeme lassen sich direkt über die Baumstruktur im Administrator migrieren.

Unser Tipp: Bei umfangreicheren Migrationen lohnt die Zusammenarbeit mit unserem TAM-Team. Die Kolleginnen und Kollegen haben Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Umgebungen und finden für jedes Unternehmen den passenden Weg.

Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

G DATA XDR deckt die relevante Bandbreite an Betriebssystemen ab:

  • Windows, inklusive Windows on ARM – neu im Vergleich zur klassischen Endpoint Protection
  • Linux, mit vollumfänglichem Schutz inklusive Sensorik und Scan
  • macOS
  • mobile Geräte, wenn Unternehmen Mobile Device Management als Add-on hinzubuchen

Wichtig dabei: Unterstützt werden jeweils die aktuellen Versionen der Betriebssysteme. Systeme, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, wie etwa veraltete Linux-Distributionen fallen perspektivisch aus dem Schutzumfang heraus. Das ist kein Zufall, sondern folgt einem einfachen Grundsatz: Ein Schutzniveau ist immer nur so hoch wie die Sicherheit des zugrunde liegenden Systems.

Was unterscheidet G DATA XDR von G DATA Managed XDR (MXDR)?

Beide Produkte basieren auf derselben Plattform. Der Unterschied liegt darin, wer die Sicherheitsmeldungen bearbeitet:

  • Bei G DATA XDR betreiben Unternehmen das Produkt selbst. Sie nehmen Einstellungen vor, bewerten Meldungen und entscheiden über Maßnahmen. Dafür benötigen sie entsprechendes Fachpersonal im eigenen Haus.
  • Bei G DATA Managed XDR übernehmen erfahrene Security-Analysten in unserem Security Operations Centers (SOC) in Bochum diese Aufgabe – rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche. Das Analyse-Team filtert die tatsächlich relevanten Meldungen heraus und spricht konkrete Handlungsempfehlungen aus oder leitet nach vorheriger Absprache direkt Maßnahmen ein.

Der Wechsel zwischen beiden Welten ist übrigens unkompliziert: Da XDR und MXDR auf derselben Plattform laufen, lässt sich bei wachsendem Bedarf jederzeit auf die Managed-Variante mit SOC-Unterstützung upgraden.

Welche Aktivitäten und Informationen werden auf den Endpunkten überwacht?

Die Sensorik von G DATA XDR ist bewusst breit aufgestellt – je nach Betriebssystem in unterschiedlicher Ausprägung. Am Beispiel Windows zeigt sich das Zusammenspiel besonders deutlich:

  • klassischer Virenscan von Dateien auf Basis von Signaturen,
  • Prozessaktivitäten und ein Blick in den Arbeitsspeicher laufender Prozesse, um auch entpackte Schadsoftware zuverlässig zu erkennen,
  • Registry- und Netzwerkereignisse, die im Zusammenhang bewertet werden,
  • verdächtige Anmeldeaktivitäten – eine Sensorik, die mit XDR neu hinzugekommen ist

Aus diesen Informationen entsteht lokal auf dem Endpunkt ein Verhaltensgraph, der verdächtige Muster sichtbar macht. Zusätzlich werden aggregierte Daten in unser Backend übertragen und dort geräteübergreifend korreliert und bewertet. So lassen sich auch Angriffe erkennen, die auf einem einzelnen Endpunkt allein weniger verdächtig wirken, wie etwa Living-off-the-Land-Angriffe. Erst mit der Korrelation und Bewertung auf anderen Endpunkten ergibt sich ein anderes Bild, um daraus eine Erkennung zu machen. Für Unternehmen bedeutet das: Bedrohungen werden nicht nur schneller erkannt, sondern auch im richtigen Kontext bewertet.

Die Aufzeichnung des Webinars mit den Antworten auf alle Fragen können Sie hier anschauen.

Weitere Information zu G DATA XDR finden Sie auf unserer Website.


Stefan Karpenstein

Stefan Karpenstein

Public Relations Manager

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